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Starke Männer und schöne Seen

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Heute besuchen wir Fort Williams, ein Museum am Kaministiquia River.

Der Kaministiquia River war schon vor zweitausend Jahren ein wichtiger Fluss für die indigene Bevölkerung, wie archäologische Funde ergeben haben. Sie haben lange vor dem Erscheinen der Europäer diesen Fluss als Handelsroute genutzt.

Fort Williams war vor rund 200 Jahren ein wichtiger Umschlagplatz von Gütern, vor allem von Biberfellen, die von Europäern und indigenen Menschen auf dem Wasserweg von West nach Ost transportiert wurden. Ebenso wurden hier Güter aus dem Osten gelagert, bevor sie weiter in den Westen transportiert wurden.

Der Transport erfolgte auf den grösseren Gewässern mit Schonern, aber vieles wurde in Kanus eingeladen und so auf dem Fluss transportiert. Unterwegs gab es viele sogenannte Portagen, wo die Güter getragen werden mussten, um ein Gefälle im Fluss zu umgehen oder gefährliche Stellen zu vermeiden. In Fort Williams wird mit Schauspielern das Leben, wie es sich vor zweihundert Jahren abgespielt hat, nachgestellt. Es war sehr interessant, den Ausführungen des Kanubauers oder der Köchin zu folgen. Wir haben versucht, ein Paket mit Tierfellen, welches die Träger über die Portagen getragen haben, aufzuladen. Die Träger haben das Paket mit einer Vorrichtung getragen, bei der das Gewicht von einer Schlinge an der Stirn gehalten wird!

Es müssen unglaublich starke Männer gewesen sein, die fähig waren, das Gewicht von 40 Kg über zum Teil lange oder auch steile Strecken zu tragen. Wir haben erfahren, dass manche Träger zwei oder drei dieser Pakete getragen haben! Man stelle sich das vor!!!

Nach einem Tässchen Kaffee sind wir etwa um 13 Uhr Richtung Neys Provincial Park gestartet. Wie immer haben wir eine wunderschöne Landschaft bewundert. Die Ausblicke auf den Lake Superior waren fantastisch.

Wir haben uns abgewechselt beim Fahren. Martin hat ein Nickerchen gemacht und prompt hat der Fotograf das Highlight der Strecke verschlafen. Der Red Rock ist wirklich rot, ein Felsband mit sehr rotem Gestein, das sich über einige hundert Meter hinzieht.

Angekommen beim Campground sind wir bezaubert von der Landschaft. Das Rauschen der Wellen des Lake Superior hat uns beim Kochen begleitet. Es gab heute ein Gericht aus dem Ofen, einen Capunsgratin.

Den Sonnenuntergang mussten wir heute erlaufen. Aber beim «The Point» kamen wir dann doch rechtzeitig an, um die untergehende Sonne zu bewundern.

in 90 Tagen