Skip to main navigation Skip to main content Skip to page footer

Donnernde Wasser und finstere Sonne

| ON

Eigentlich dachten wir ja, dass heute ein ruhiger Tag sein würde. Ruhig war es in dem Sinne, dass wir heute länger geschlafen haben und «nur» knapp hundert Kilometer rund um und in der Stadt Thunder Bay gefahren sind.

Heute sollte es zum Frühstück Toastbrot geben. Leider scheint der Toaster, der zur Ausrüstung im Camper gehört, nicht zu funktionieren. Auch die Reparaturversuche von Martin bringen nichts, der Toaster ist und bleibt kaputt. Nach dem Frühstück (getoastet wurde im Gasbackofen) haben wir unser Planungsbüro geöffnet und schon für die übernächste Nacht im Neys Provincial Park den Campground gebucht. Somit ist die Strecke morgen auch schon gegeben. Wir werden rund 300 Kilometer unter die Räder nehmen. Es entlastet schon ein wenig, wenn die Übernachtung klar ist.

Dann fuhren wir zu den Kakabeka Falls, gut 35 Kilometer von unserem Campground entfernt. Die Wassermassen des Kaministiquia Rivers fallen mit Getöse etwa 40 Meter tief. Kakabeka ist das Wort, dass die Anishinabe, die hier ansässigen First Nations, für diese Fälle brauchen und es bedeutet «Donnerndes Wasser». Der Fluss wurde schon früh für den Handel benutzt und verband die Region um den Oberen See (Superior Lake) mit dem Westen von Canada.

An den Kakabeka Falls erhaschen wir einen Blick auf die Eclipse, die partielle Sonnenfinsternis, die hier in Canada etwa um 13 Uhr ihren Höhepunkt erreicht. Die Abdeckung der Sonne liegt aber nur bei etwa 7%. Das ist im Vergleich zur Schweiz (etwas über 90%) und zu Spanien, wo die Sonnenfinsternis total war, natürlich nicht viel. Wir haben uns aber trotzdem gefreut, ein wenig an diesem Ereignis teilnehmen zu können.

Zurück auf unserem Campground haben wir dann beim Kaffeetrinken, mehr als Zeitvertreib, eine Möglichkeit für das Einkaufen von biologischen Lebensmitteln gefunden. Und Zack! Schon waren wir wieder unterwegs in die Stadt. Erfreulicherweise lag auch eine Laundry auf dem Weg zum Country Market, so erwischten wir sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe. Einkauf und Wäsche war fertig und da war auf dem Parkplatz der Laundry doch noch ein jamaikanisches Restaurant. Wir haben wieder gespeist wie die Fürsten. Gut war es!

Zurück auf dem Campground wurde auch unser Camper noch gewaschen. Es regnet, nicht heftig und nicht lange. Das erste Mal seit unserem Regenspaziergang in Vancouver Ende Juli.

in 90 Tagen