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same, same but different

| MB

Wir fahren heute durch die halbe Provinz. Etwa um 12 Uhr passieren wir die Grenze zu Manitoba (MB). Unsere Fahrt geht von Alameda (Sasketchewan) durch Melita, Deloraine, Killarney (Kaffeehalt mit gutem Espresso im Oak and Owl Café), Winkler und schliesslich nach Altona. Heute machen wir 400 Kilometer, meist über den Highway Nummer 3, historisch auch Boundary Commission Trail genannt.

Die Landschaft ändert sich ein wenig. War Saskatchewan geprägt von riesigen Getreidefeldern oder grossen Prärielandschaften, wird es nun in Manitoba ein wenig kleinräumiger. Vielleicht vergleichbar mit dem schweizerischen Mittelland, aber um ein Vielfaches grösser. Und natürlich gibt es auch hier wieder schnurgerade Strassen. Die kurvenreichen Abschnitte nehmen aber zu. Eigentlich das Gleiche wie gehabt, aber eben doch anders.

Altona und die Gegend rundherum wurde zwischen 1870 bis Ende 1880 von mennonistischen Einwanderern aus dem russischen Reich (heute Ukraine) besiedelt. Sie betreiben, ähnlich wie die Hutterer, die wir vorgestern getroffen haben, eine hocheffiziente Landwirtschaft. Früher wurden die Felder rund um die Strassendörfer mit Pferd und Wagen bewirtschaftet. Die alten Anbautechniken, welche die Einwanderer aus der Ukraine mitbrachten, eigneten sich sehr gut für die kargen Böden von Manitoba und auch das Saatgut adaptierte sich gut in dieser Gegend. Schon ab 1890 wurden dann dampfbetriebene Dreschmaschinen und Traktoren genutzt.

Die mennonitischen Einwanderer sprachen Plautdietsch und rund um Altona wurden Dörfer mit deutschen Namen gegründet. Wir haben Dorfnamen wie Neubergthal, Blumenort, Sommerfeld, Blumenfeld, Friedensruh oder Reinfeld auf der Karte gefunden.

Der Campingplatz in Altona ist sehr gut besucht, wir können nach mehreren Versuchen dann endlich online den letzten Stellplatz auf dem Camping buchen. Die Webseiten sind ausbaufähig. Es funktioniert nicht immer so, wie wir es uns gewohnt sind. Hier könnte Martin sich als Website Programmierer etablieren ;)… ob er das möchte? Naaaaiiii, ist seine Antwort. Er meint, als Biertrinker würde er sich besser einfügen ...

in 90 Tagen