Nahe an der Grenze - auch der Wind
Auf dem Assiniboia Campground füllen wir unseren Frischwassertank mit «City Water», wie es hier heisst und leeren den Abwassertank an der Dump Station. Langsam werden auch diese Abläufe geläufig, sofern man die Dump Station findet. Das ist nicht immer so einfach und es sind auch nicht alle Angestellte der Campgrounds gleich hilfsbereit, wenn wir eine Frage haben. Heute trafen wir auf ein Exemplar «Sommerjob-ist-mir-eigentlich-egal-welche-Frage-ich-nicht-schlüssig-beantworte».
Weiter geht es Richtung Coronach, vorbei an Willow Bunch und dem Willow Bunch Lake, den wir schon von Weitem sehen. Zuerst meinem wir, das sei der Staub einer Gravelroad, aber dann merken wir, dass der See selbst dampft. Google meint, das sei ein Effekt, der durch aufwirbelnde Salzkristalle entsteht. Der See ist stark alkalisch und trocknet an den Rändern im Sommer oft aus. Wenn nun starke Präriewinde diese Salzkristalle aufwirbeln, sieht es aus, als ob der See heftig dampfe. Faszinierend anzuschauen! Weiter geht es durch die Big Muddy Badlands – was für ein Name.
Dort, bei Big Beaver sind wir der US-Grenze sehr nahe. Fast hätte es uns über die Grenze geweht, der Wind ist extrem stark. Überhaupt windet es auf der ganzen Reise sehr stark, das scheint aber im Süden von Saskatchewan so üblich zu sein. Wir sind beide froh, dass es bei uns zuhause nur bei einer aufkommenden Schlechtwetterfront so bläst. Wir würden beide nicht gerne dauernd diesem Wind ausgesetzt sein.
In der Nähe von Oxbow, im Alameda Park und Campground lassen wir unseren Tag für heute gut sein. Auch mal schön, das Essen schon um 18 Uhr auf dem Tisch zu haben.